Autofahren in Moldawien

Grundsätzlich ist das Autofahren in Moldawien erlaubt und stellt kein Problem dar. 13.500 Kilometer Straßennetz sorgen für eine gute Verbindung zwischen allen Städten und Regionen der Republik. Leider sind die 13.500 Kilometer nur teilweise in gutem Zustand. Je weiter es aus den großen Städten hinaus geht, desto mehr nimmt die Anzahl der Schlaglöcher zu und die asphaltierten Straßen weichen Schotterwegen. Gerade bei Regen ist auf den Landwegen mit schlammigen Straßenverhältnissen zu rechnen und die Geschwindigkeit entsprechend anzupassen. Man sollte für Strecken in Moldawien immer die doppelte Fahrtzeit voraussetzen, als man es gewohnt ist. Zum einen liegt dies an den beschriebenen schlechten Straßen, die keine hohen Geschwindigkeiten zulassen, zum anderen an den langsamen Pferde- und Eselskutschen, die durchaus heute noch das Straßenbild bestimmen. Auch Nachtfahrten sollte man aus diesen Gründen eher vermeiden. Die Kutschen haben nur selten ein Rücklicht und tiefe Schlaglöcher sind bei Nacht kaum zu erkennen.

Um Ärger mit der Polizei zu vermeiden sollte man sich immer an die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen und Verkehrsregeln halten. Innerorts sind 60 km/h erlaubt. Auf Landstraßen darf mit 90 km/h und auf Autobahnen mit 110 km/h gefahren werden. Daneben muss man selbstverständlich auf die durch Verkehrsschilder gesondert angezeigten Geschwindigkeiten achten. Grundsätzlich gilt eine Gurtpflicht auf allen Sitzen. Alkohol am Steuer ist in Moldawien auch in kleinen Mengen nicht gestattet. Es gilt die 0,0 Promille-Regelung. Fahranfänger dürfen niemals schneller als 70 km/h fahren.

Die Polizei kontrolliert gerne und viel. Auch im Mietwagen ist man davor nicht geschützt. Kommt es doch einmal zu einer Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und wird man von den Ordnungshütern gestoppt, sollte man sich immer eine Quittung für den gezahlten Betrag ausstellen lassen. So stellt man sicher, das das Bußgeld auch dem Staat zugute kommt und nicht in die privaten Kassen der Kontrolleure fließt.

Bei einem Unfall mit einem Mietwagen muss man immer die Polizei rufen. Und in Moldawien muss man sich dabei in Geduld üben. Bis zu vier Stunden Wartezeit sind keine Seltenheit. Doch das darf kein Grund sein, die Schuldfrage ohne die Polizei zu klären. Nur mit Hilfe der Ordnungsmacht bekommt man als unschuldig in den Unfall Verwickelter Recht und Geld von der Versicherung des Unfallverursachers.

Bevor man in Moldawien einen Mietwagen übernimmt, sollte man sich vergewissern, dass Feuerlöscher, Verbandskasten, Warnweste und Warndreieck mit an Bord sind. Die sind nämlich Pflicht und das Nichtvorhandensein wird mit einem Bußgeld bestraft. Mit einem kurzen Blick in den Kofferraum kann das Abenteuer Moldawien dann beginnen.

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