Zuerst einmal sollte man vielleicht klären, wo Oman überhaupt liegt. Das 309.500 km² große Land mit seinen 2,5 Mio. Einwohnern grenzt im Nordwesten an die Vereinigten Arabischen Emirate, im Westen an Saudi-Arabien und im Südwesten an Jemen. Im Süden und Osten verläuft die Küste des Arabischen Meeres, im Norden begrenzt der Golf von Oman das Land. Seit 2005 nimmt der Tourismus zu. War Oman früher Ziel der Individualtouristen und Abenteurer, etabliert sich immer mehr ein staatlich geförderter Tourismus, den man sich von den Vereinigten Arabischen Emiraten abgeguckt haben wird. Ein Urlaub in dem fernen Land ist nicht billig. Hotels finden sich ab Mittelklasse aufwärts. Der öffentliche Fernverkehr wird mittels Bussen organisiert. Da aber die Zahl privater PKW immer mehr zunimmt, nimmt im gleichem Umfang die Busdichte ab. Eine alternative um von Ort zu Ort zu kommen sind noch die Sammeltaxis, die allerdings erst losfahren, wenn alle Plätze besetzt sind. Das kann dauern. Einfachstes Fortbewegungsmittel für Urlauber ist daher der Mietwagen. Das Streckennetz ist zwischen den Städten gut ausgebaut. Es gibt 35.000 Kilometer Straßen, davon sind etwa 9.700 asphaltiert. Die Autobahn kommt auf eine Gesamtlänge von 550 Kilometern. Auffällig sind die vielen SUV, oder auch Geländewagen genannt, die durch das Land fahren. Das bedeutet aber nicht, das Oman mit einem „normalen“ Mietwagen nicht zu bereisen ist. Die geländegängigen Fahrzeuge sind lediglich Ausdruck des Wohlstandes des Landes und fungieren als reines Statussymbol.
Alle PKW, auch die Mietwagen, sind mit einem „Pieper“ ausgestattet, der einen Signalton hören lässt, wird die Geschwindigkeit von 120 Km/h überschritten. Es gibt also keine Ausrede, die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften zu missachten.
In den Ortschaften sind lediglich 40 km/h erlaubt. Überall im Land, aber gerade in den Städten, werden häufig mit modernster Technik die Verkehrssünder gesucht. Die Strafen sind nicht zu hoch, aber reißen doch ein ungeplantes Loch in die Urlaubskasse. Das muss ja nicht sein. Ungewohnt sind die vielen Waschstraßen des Oman. Jeden Abend bilden sich lange Autoschlangen vor den Anlagen. In dem wasserarmen Land darf so etwas keinen Vorrang haben, sollte man meinen. Doch ein skurriles Gesetz von 1973 erlaubt keine dreckigen oder staubigen Fahrzeuge. Ein verdrecktes Auto kann schon mal 20 EUR Strafgeld kosten, wird man erwischt. Das gilt auch für Mietwagen. Ein leichter Staubfilm aber wird keinen Ordnungshüter zu Zwangsmaßnahmen greifen lassen. Erst „kumulierter Staub“, also eine ganz schöne Menge Dreck, wird geahndet. Wichtig zu wissen ist noch: Es gilt ein absolutes Alkoholverbot hinter dem Steuer und auch in Oman müssen alle Insassen angeschnallt sein. Tanken ist im Erdölstaat spottbillig – etwa 25 Cent muss man für einen Liter Superbenzin entlöhnen. Autofahren in Oman ist wirklich als entspannt zu bezeichnen.
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